Olympia-Historie – Einsatz dis in die Eingeweide

Olympia Historia

Es wäre natürlich interessant, zu erfahren, wie weit die Griechen geworfen haben oder gesprungen sind. Aber das wurde damals höchst selten festgehalten. Wichtig war allein der Sieger, nicht die Leistung. Im Diskuswerfen haben sie wohl etwa 35 Meter geschafft, wobei Größe und Gewicht der Scheibe nur vage festgelegt waren. Im Weitsprung benutzten sie Sprunggewichte, kleine Hanteln von einem bis 4,5 Kilogramm Gewicht, man sprang zu aufmunternder Musikbegleitung und ex tempore. Es wurden, wie heute im Dreisprung, mehrere Sprünge hintereinander absolviert, die genaue Zahl ist unbekannt. Sieger schafften insgesamt unvergleichlich 16 Meter. Eine halbe Ewigkeit, fast 150 Jahre, dominierte Sparta die Spiele. Die Wehrertüchtigung spartanischer Knaben trug Früchte. Die anderen Athleten reisten einzeln an, die Spartaner kamen als geschlossenes Team. Sie setzten neue Disziplinen durch, in denen sie sich Erfolge erhoff-ten – z. B. Langlauf und Fünfkampf. Es war wie heute: Ein besonders mächtiger und erfolgreicher Sportverband übt Druck aus und hat damit Erfolg. Auf Spartas Einfluss ging möglicherweise zurück, dass die Sportler nackt antraten. Den anderen Griechen war die Nacktheit anfangs eher peinlich.

Robert Byrd auf Tuchfühlung

Er brauchte Hilfe und konnte froh sein, dass Robert Byrd auf Tuchfühlung und sehr aufmerksam war. Der amerikanische Ringrichter stellte sich am Samstagabend in Berlin in der zehnten Runde schützend vor Marco Huck, um dem Deutschen weitere Prügel zu ersparen. Davor hatte Huck für eine gute Zeitlang von Weltmeister und Olympiasieger Oleksandr Usyk eine kostenlose Box-Lektion erhalten. Der Ukrainer demonstrierte eindrucksvoll, worauf es im Faustkampf ankommt. Eben nicht nur auf pure Gewalt, Schlagkraft, Härte und das viel zitierte Herz – also die Dinge, die Huck seit vielen Jahren auszeichnen – sondern auf Taktik, Technik, gute Beinarbeit, schnelle Hände und ein großes Schlagrepertoire. In den Momenten nach der Niederlage saß Huck einfach nur da, den zerbeulten Kopf auf die noch bandagierte Hand gestützt, und wirkte distanziert. Möglicherweise war ihm in einem ehrlichen Moment klar geworden, dass seine Karriere durch die dritte Niederlage in den vergangenen fünf Kämpfen in Wirklichkeit zu Ende ist.

Kampfkunst der Jedi ähnelt Kung-Fu

Nicht aber Rey. Sie war halb tot von „Das Erwachen der Macht“ aufm Planeten Ach-To gelandet, wo sich Jedi-Legende Luke Skywalker (Mark Hamill) versteckt hatte. Nach Reys Willen soll er sie nun in der Kampfkunst der Jedi unterweisen und das Wissen der legendären Ritter mit ihr teilen – so wie es einst Yoda mit Luke in „Das Imperium schlägt zurück“ tat. Doch hier, wie an so vielen Stellen Teil einer fiktionalen Handlung, gilt, was Meister Luke schon im Trailer so bedeutsam sagt: Es wird nicht so laufen, wie du es dir vorgestellt hast. Kontrastiv seinem Vorgängerfilm, der umso mehr damit spielte, wann welche Figur ihren Auftritt hatte, bietet Episode 8 nämlich echte Überraschungen und Wendungen auf. Das betrifft nicht nur den Verlauf einzelner Kämpfe und Duelle, sondern auch die Entwicklung der zentralen Figuren. Ohne vom Sockel zu stürzende Vaterfigur, die Han Solo auch für Rey darstellte, sind beide auf sich allein gestellt. Herkunft ist für sie kein Schicksal mehr, doch das erleichtert die Bürde, die neben anderen der Macht einhergeht, nicht.

Populär waren die Boxer

Der antike Boxkampf wurde ohne Handschuhe ausgetragen, stattdessen trugen die Kämpfer Lederriemen gefühlt Fäuste, deren scharfe Kanten beim Gegner blutende Wunden verursachten. Gezielt wurde vornehmlich, vielleicht sogar ausschließlich, auf den Kopf. Ausgeschlagene Zähne wurden von den Boxern meist unauffällig heruntergeschluckt, um dem anderen kein Gefühl der Überlegenheit zu geben. Die demolierte Physiognomie der Boxer war in der Antike ein beliebtes Thema von Spottgedichten. Augenauskratzen war allerdings ausdrücklich verboten. Der Kampf endete mit K.o. Aufgabe. Wer den Gegner auf faire Art tötete, ging straffrei aus. Ein Boxer, der seinem Widersacher die Fingernägel in den Leib grub, ihm die Eingeweide herausriss und ihn so umbrachte, wurde allerdings disqualifiziert – dieses so genannte „Graben“ galt in allen Kampfsportarten als ausgesprochen unfair. Ringen war in Athen und anderswo Gymnasiumsfach, Ringer hatten ein besseres Image als Boxer. Beißen galt im Ringsport ausdrücklich als verboten, erlaubt aber war es, dem Gegner einen Arm oder Finger umzudrehen. Gekämpft wurde im Stehen, so lange, bis neben anderen das Ringer seinen Gegner dreimal zu Boden geworfen hatte.

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