Thailand – Zum Kickboxen nach Phuket

Thaiboxen

Im vergangenen Jahr musste die 25-jährige Boxerin eine Zwangspause einlegen. Eine Gegnerin hatte ihr dabei Ellbogen die Speiche zertrümmert. Auf ihrem Unterarm prangt seither eine Narbe vom Durchmesser eines Bierdeckels. Dennoch, sagt sie, habe Thaiboxen entgegen vieler Vorurteile nichts mit Entschiedenheit, sondern viel mit Respekt zu tun – und damit, wie kreativ man Angriffe kontere. Der Distrikt Chalong im Süden Phukets ist ein Fitness-Mekka. Die Hauptstraße ist gesäumt von Bootcamps mit Namen wie „Titan“ oder „Fightlab“, dazwischen reihen sich vegane Restaurants und Apotheken aneinander, die Proteinpräparate und Bandagen verkaufen. 20 Moped-Minuten dauert es zum Strand, zwei zur Bambushütte am Straßenrand, wo Drachenfrucht, Ingwer und Mangos zu Smoothies püriert werden. An jeder Straßenecke rattert eine Waschmaschine. Es wird viel geschwitzt in Chalong. Frauen mit Flechtzöpfchen wie die von Hilary Swank im Film „Million Dollar Baby“ reisen alle nationalitäten nach Phuket, um Kampfsport zu betreiben, wie die thailändische Kampfkunst auch genannt wird. Die einen strecken den wuchtigen Boxhandschuh unbeholfen gen Trainer, die anderen kicken mit einer solchen Wucht auf den Sandsack ein, dass sich beim Knall alle nach ihnen umdrehen.

Er pflegte Briefkontakt zu Beate Zschäpe deren rechtsextremen Terrorgruppe NSU. Gekommen ist auch Sven Kahlin, ein Neonazi aus Dortmund und verurteilter Totschläger. Unter den Besuchern und Kämpfern lassen sich zahlreiche Personen mit Verbindungen zu rechtsextremen Parteien, rechten Kameradschaften und Hooligan-Gruppen erkennen. Gesponsert wird der „Kampf der Nibelungen“ von Dennis Nikitin, einem russischen Nazi und einem der bekanntesten Hooligans Europas. Nun gar in Osteuropa organisiert er seit jahren erfolgreich rechtsextreme Kampfsportveranstaltungen. Mit seinem Label „White Rex“ drängt er auf den deutschen Markt. Polizisten und Demonstranten in Chemnitz: Auch Kampfsportler sollen bei den Ausschreitungen fast der Demo beteiligt gewesen sein. Kampfsport sei in der rechten Szene populär, dort werde Gewalt professionalisiert, sagt Extremismusforscher Robert Claus von welcher Leibniz-Universität Hannover. Eine gefühlte ewigkeit war Boxen der Favorit der rechten Szene. Letztens wird Mixed Martial Arts populärer. Dabei bedienen sich Kämpfer verschiedener Schlag-, Tritt- und Grifftechniken aus unterschiedlichen Kampfstilen. Aber es geht dabei nicht nur um Sport.

Die Hauptfigur in der Komödie „Florence Foster Jenkins“ sei die schlechteste Opernsängerin aller Zeiten gewesen. Auch Schauspielerin Meryl Streep hielt eine engagierte Rede gegen Trump. Streep in tränen aufgelöst bei der Entgegennahme des Cecil B. Demille Preises für ihr Lebenswerk. Die eindrücklichste Szene des Jahres sei für sie nicht untrennbar Film gewesen, sondern als Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe. Zuvor hatte Streep bereits über die Herkunft vieler der nominierten Stars gesprochen. Hollywood sei voll von Ausländern. Streep über den Kampfkunst-Sport, dessen Trump ein großer Fan ist. Die Vater-Tochter-Geschichte „Toni Erdmann“ der deutschen Regisseurin Maren Ade ging hingegen leer aus. Damit Preis in der Sparte „bester nicht-englischsprachiger Film“ wurde der französische Film „Elle“ ausgezeichnet. Der französische Leinwandstar Isabelle Huppert spielt im Vergewaltigungsdrama von Regisseur Paul Verhoeven die Hauptrolle. Der bislang letzte deutsche Film, der den Golden Globe als bester Auslandsfilm nach Deutschland holte, war 2010 das Schwarz-Weiß-Drama „Das weiße Band“ von Michael Haneke. Jahr auch der deutsche Oscar-Kandidat. Die Golden Globes gelten egal als trendbestimmend für die Oscar-Verleihung Ende Februar. So gewann 2016 Alejandro G. Iñárritu sowohl bei den Globes als auch bei den Oscars den Preis für die beste Regie („The Revenant“). Ebenso gewannen Leonardo DiCaprio („The Revenant“) und Bree Larson („The Room“) jeweils Auszeichnungen für die beste Hauptrolle. Bei den TV-Auszeichnungen ist „The Crown“ über die britische Königin Elisabeth II. Dramaserie ausgezeichnet worden. Für die Titelrolle der Netflix-Reihe gewann Claire Foy auch den Preis als beste Schauspielerin in einer Dramaserie. Der Preis für die beste Comedyserie ging an das in Deutschland beim Pay-TV-Sender Fox laufende „Atlanta“. Dessen Erfinder Donald Glover gewann auch den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Komödienreihe. Er spielt in der Serie des US-Kleinsenders FX einen gescheiterten Alleingänger, der zum Manager seines rappenden Cousins wird.

Bonjour Sagan. Regie: Diane Kurys. Mit Sylvie Testud, Pierre Palmade. Ermüdend oberflächliche Bebilderung von 50 Jahren Lebensgier und Melancholie der Starautorin Françoise Sagan, die hier zugleich als drogensüchtige Hedonistin und kapriziöse Rebellin gewürdigt werden soll, aber eher als ewiges, bockiges Society-Girlie nervt. Die Reise des chinesischen Trommlers. Regie: Kenneth Bi. Mit Jaycee Chan. Rastloser Hardrock-Schlagzeuger aus Hongkong wird nach verhängnisvoller Affäre ins taiwanische Exil verbannt, wo er sich mit einer Gruppe Zen-Trommler zur Erleuchtung drischt. Sieht gut aus und klingt schön, für einen längeren Zeitraum jedoch mit einschläfernder Wirkung. Fightgirl Ayse. Regie: Natasha Arthy. Mit Semra Turan, Nima Nabipour. Dänische Teenie-Türkin mit Kung-Fu-Obsession lehnt sich gegen die Familien-Etikette und ihr rückständiges Macho-Umfeld auf. Mit Herzblut und einer überzeugenden Debütantin in der Hauptrolle realisierte Mischung aus Sozialdrama und Kampfsport-Action, selbst wenn dramaturgisch und optisch auf ausgetrampelten Pfaden. Alter und Schönheit. Regie: Michael Klier. Mit Henry Hübchen, Peter Lohmeyer. In die Jahre gekommenes Freundesquartett trifft sich anlässlich des baldigen Ablebens eines Mitglieds wieder und lebt hemmungslos die gemeinsame Mid-Life- bzw. End-Life-Crisis aus.

Die Perlmutterfarbe. Regie: Marcus H. Rosenmüller. Mit Markus Krojer, Dominik Nowak, Zoë Mannhardt. Bayerischer Lausbub verstrickt sich 1931 aus Gefühlsnot im Lügengestrüpp, während am Horizont die totalitäre Machtergreifung unheilschwangert. Ein saftiges Volksmärchen, für Rosenmüller-Gläubige wieder ein Fest, für Agnostiker dagegen eine Prüfung. Sieben Leben. Regie: Gabriele Muccino. Mit Will Smith, Rosario Dawson, Woody Harrelson. Umständlich konstruierter, wichtigtuerischer Mumpitz über einen Geheimnisvollen, der herzensguten, aber schicksalsgebeutelten Mitmenschen moralisch, finanziell und medizinisch behilflich sein will. Das bewältigt der sich als Edelmime gebärdende Will Smith mit einem einzigen trauerumflorten Gesichtsausdruck. Warten auf Angelina. Regie: Hans-Christoph Blumenberg. Mit Kostja Ullmann, Florian Lukas, Barbara Auer, Jördis Triebel. Verschlagener Paparazzo legt sich auf der Terrasse einer vorübergehend leeren Schicki-Dachwohnung in Berlin auf die Lauer, weil Brad Pitt und Angelina Jolie jeden Moment gegenüber einziehen könnten. Dabei stört ihn erst der liebeskranke Brangelina-Fan Momme und danach eine ganze Riege illustrer Besucherinnen, von der GEZ-Frau bis zur Staatssekretärin. Beginnt eher anstrengend, wird zunehmend charmant und endet als Riesenspaß. The Warlords. Regie: Peter Chan.

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